Auf ein Wort …..
Liebe Brüder und Schwestern.
„Den Geist Gottes erleben“ mit diesem Thema bereiten sich unsere Firmlinge auf die Firmung vor. Jesus versprach, bevor er zum Vater ging, seinen Jüngern, die voller Furcht und hoffnungslos waren: „Ich werde euch den Beistand geben!“
Dieser Beistand Gottes ist nicht nur den Jüngern Jesu damals zugesagt, sondern ist uns allen auch heute noch zugesagt und wir können diesen Beistand, den Heiligen Geist, an Pfingsten wieder neu erfahren, wenn wir uns auf ihn einlassen. Denn dieser Beistand gründet sich in der unendlichen Liebe Gottes, deren Inbegriff der Heilige Geist ist. In seinem inneren Leben ist Gott Liebe, wesenhafte Liebe, die den drei göttlichen Personen gemeinsam ist.
So wie die Jünger mit Maria, der Mutter Jesu, im verschlossenen Raum vom Auferstandenen die Gabe des Heiligen Geistes empfingen, um an seiner Sendung teilzuhaben und in die Welt hinaus zogen und nicht im Hause blieben, sondern in die Öffentlichkeit traten, um die Liebe Gottes zu verkünden und somit zu Zeugen dieser Liebe Gottes wurden.
So wünsche ich Ihnen und unseren Firmlingen für Pfingsten, dass dieser Geist Gottes auch uns wieder stärken möge, furchtlos und hoffnungsvoll, seine Liebe durch unser Leben zu verkünden und in die Welt hinaus zu tragen, damit auch wir, wie seine Jünger, zu Zeugen dieser Liebe Gottes werden.
Ihr Pfarrvikar
Murphy
Liebe Brüder und Schwestern!
"Christen sind Menschen, die sich nicht von ihren schlechten Erfahrungen, sondern von ihren guten Erwartungen leiten lassen" (Ernst Lange). Dieses Wort zu Beginn eines neuen Jahres hat einen besonderen Klang. Es ist eine Gefahr, auf Grund schlechter Erfahrungen vom Leben überhaupt nicht mehr viel zu erwarten. Der Neujahrsmorgen lädt uns ein, gute Erwartungen in uns aufkommen zu lassen und ihnen trotz allem zu trauen.
Am Anfang eines Neuen Jahres steht viel guter Wille. Fast jeder macht sich seine Vorsätze. Das neue Jahr soll anders beginnen. Mit neuem Elan, mit neuen Zielen. Am Anfang eines neuen Jahres steht der Traum, dass vieles, was ich mir vorgenommen habe und mir erhoffe, auch in Erfüllung geht. Am Anfang eines neuen Jahres steht auch die Hoffnung, dass die Mühe, die ich für meine Vorhaben aufwenden will, sich auch auszahlen wird.
Nur ungern denken wir an die vielen Widerstände, die sich den Plänen und Träumen querstellen und die sich so leicht nicht ausräumen lassen. Nur ungern denken wir daran, dass etwas einen anderen Verlauf nehmen kann, als ich mir vorstelle; dass Dinge passieren, die meine noch so gut gemeinten Pläne durchkreuzen.
Wie damit umgehen?
„… von guten Erwartungen leiten lassen“.
Das ist die große Frage. Eine spirituelle Geschichte (Sufi) erzählt: Ein Mann beschloss, einen Garten anzulegen. Er bereitete den Boden vor und streute den Samen wunderschöner Blumen aus. Als die Saat aufging, wuchs auch der Löwenzahn. Da versuchte der Freund der Blumen mit mancherlei Methoden, des Löwenzahns Herr zu werden, und machte sich, als alles nichts half, auf, um in der fernen Hauptstadt den Hofgärtner des Königs zu befragen.
Der weise alte Gärtner, der schon so manchen Park angelegt und allzeit bereitwillig Rat erteilt hatte, gab vielfältig Auskunft, wie der Löwenzahn loszuwerden sei. Aber es erwies sich, dass der Fragende schon alles erprobt hatte.
So saßen die beiden eine Zeitlang schweigend beisammen, bis am Ende der Gärtner den Ratlosen schmunzelnd anschaute und sagte: "Wenn denn alles, was ich dir vorgeschlagen habe, nichts genützt hat, dann gibt es nur einen Ausweg: Lerne, den Löwenzahn zu lieben!"
Ob man den Rat annehmen kann, das, was einem in die Quere kommt, auch noch zu lieben, das weiß man nicht. Aber man weiß, man habe mit dem, was einem in die Quere kommt, zu leben.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein gesegnetes neues Jahr 2012.